Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 14. November 2014

STEPHAN LUDWIG: Zorn - Wie sie töten [Rezension]

Und wieder ein Stück weiter bei meiner "Lese-Challenge". Der ZORN ist die Nummer 17 auf meiner Liste....   :-)


(Bildquelle: Fischer Verlage)

Genre:

Thriller / Krimi


Kurzbeschreibung:

"»ICH WILL ZUSEHEN, WIE SIE STERBEN.«
Hauptkommissar Claudius Zorn und der dicke Schröder in tödlicher Gefahr!

In einer Winternacht wird ein Mensch vor die S-Bahn gestoßen. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden. 

Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Der Täter ist ganz in ihrer Nähe. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier. Menschen, die den beiden Ermittlern nahestehen …

Der vierte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder.
"
(Quelle: Verlagstext Fischer Verlage)


Taschenbuch
416 Seiten, Preis: 9,99 €
Erschienen bei Fischer Verlage.

Über den Autor:

"Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.

Weitere Infos über Stephan Ludwig findet ihr übrigens auch in meinem Interview mit dem Autor: HIER
  

Mein Fazit:

Kurz gesagt: Der beste ZORN ever...
So könnte man es in aller Kürze zusammenfassen. Die Bücher der ZORN-Reihe haben mir bisher alle gefallen. Ich finde aber, mit seinem aktuellen Titel »Zorn - Wie sie töten«, dem vierten Fall für Zorn und Schröder hat sich Autor Stephan Ludwig nun tatsächlich selbst übertroffen.


Wie wir es von Stephan Ludwig gewohnt sind, sind wir als Leser -sofern wir seine anderen Bücher bereits kennen- schon nach der ersten Seite sofort wieder drin in der so typischen "ZORN-Stimmung". Und natürlich, wie wäre es anders zu erwarten, dauert es auch nicht lang, bis zur ersten Leiche, sowie der ersten Überraschung schon nach gerade mal vier Seiten! Bei der es übrigens nicht bleibt. Der Autor hat noch die ein oder andere weitere Überraschung auf Lager.
Gewöhnungsbedürftig ist natürlich, dass Zorn (soviel hat der Klappentext ja schon verraten) allein ermitteln muss. Ohne Schröder fehlt da schon irgendwie was....


Mehr noch als in den drei Vorgängerbüchern, ist die Handlung für den Leser diesmal wirklich nicht vorhersehbar. Was das Buch nun auch ganz besonders spannend macht, ist sicher die Tatsache, dass Zorn und Schröder diesmal dem Geschehen wohl näher sind als jemals zuvor. Mehr kann ich nicht verraten, doch vielleicht so viel. Es geht ans Eingemachte im vierten ZORN und es wird so brenzlig wie nie. Und wahrscheinlich verrate ich auch nicht zu viel, wenn ich euch jetzt schon erzähle, dass es bei der einen Leiche natürlich nicht bleibt. Aber das könnt ihr euch ja sicher schon denken, sonst wäre der ZORN ja kein echter ZORN.

Einmal angefangen, fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - trotz kurzer Kapitel und noch kürzerer Leseabschnitte. Denn je weiter das Buch fortschreitet, desto kürzer werden -nach meinem Empfinden- die verschiedenen Abschnitte. Doch da diese auch mehr oder weniger jedesmal einen Wechsel zwischen den verschiedenen Handlungssträngen darstellen, fällt es eben umso schwerer, das Lesen zu unterbrechen. Denn Stephan Ludwig wäre wohl nicht Stephan Ludwig, würde er diese Wechsel zwischen den Handlungsebenen nicht eben "ganz zufällig" immer im entscheidenden Moment einbauen. So hangelt sich der Leser quasi von Cliffhanger zu Cliffhanger, nicht ohne das seine Nerven hin und wieder doch aufs äußerste strapaziert werden. 

Es kommt, wie es kommen muss. Das Ende gipfelt wieder einmal in einem hollywoodreifen Showdown und der Leser wird zu guter Letzt für das schwer angegriffene Nervenkostüm und die völlig runtergekauten Fingernägel "entschädigt". 
Ich kann also nur noch einmal sagen. In meinen Augen Stephan Ludwigs bester ZORN. Bisher!!! Denn, wie wir aus meinem Interview (hier klicken) mit Stephan bereits wissen, ist der fünfte ZORN ja längst in Arbeit.... ;-)

FAZIT:
Der beste aller ZORNs... Unbedingt lesen!!!
Jetzt heißt es: Warten auf ZORN 5....
*4½ Sterne*



Weiteres von bzw. zu Stephan Ludwig


1 Kommentar:

  1. schlechte Recherche gleich am Anfang Ss.15/16):
    1. Allein aus Pietätsgründen wird ein Grab nicht 14 Tage nach der Beerdigung abgeräumt und 2. Nach einem Monat steht noch ein Holzkreuz am Grab. Der Grabstein wird erst gesetzt, wenn sich die Erde gesenkt hat (1/2 Jahr bis 1 Jahr nach der Beerdigung ).

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