Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 28. November 2014

ARNO STROBEL: Der Sarg [Rezension]

Die nächste Etappe!!! Das Jahresziel in meiner Lese-Challenge ist fast erreicht. Denn »Der Sarg« ist die Nummer 19 auf meiner Liste. Fehlt also nur noch eins....   :-)

(Bildquelle: Verlagsbild Fischer Verlage)

Genre:

Psychothriller

Kurzbeschreibung:

"»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«

Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.

Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …
"   
(Quelle: Klappentext Fischer Verlage)


Taschenbuch, 384 Seiten
Preis: 9,99 €
Erschienen bei Fischer Verlage.
Erhältlich als:
- Taschenbuch
- eBook
- gekürzte Hörbuchfassung (CD)
- ungekürzte Hörbuchfassung (Download)

Über den Autor:

Pressefoto: © HP Merten Fotodesign
Auf seiner Homepage schreibt Arno Strobel:
»Geboren bin ich am 18.08.1962 in Saarlouis, der "heimlichen Hauptstadt des Saarlandes".
Die "normalen" Stationen habe ich, wie es bei mir üblich ist, nicht in der "normalen" Reihenfolge absolviert. Erst kam (Haupt-)Schule und Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, dann Bundeswehr und zwei Jahre Berufserfahrung und dann erst Mittlere Reife, Abi und schließlich ein Studium im FB Versorgungstechnik.


Fertig? Oh nein!! Denn jetzt merkte ich, dass ich eigentlich ein Faible für den IT-Bereich habe. Also weiter im Text. Studiumaufbau IT, Programmieren und Netztwerktechnik, dann selbständig im Bereich IT-Unternehmens-beratung. Ah, nun also am Ziel ...!?
Na ja, fast! Der letzte Schritt meines bisherigen beruflichen Werdeganges war schließlich der zu einer großen deutschen Bank in Luxembourg, wo ich seitdem im IT-Bereich tätig bin.

Ich bin verheiratet und habe drei Kinder. Zusammen leben wir in einem gemütlichen Häuschen in der Nähe von Deutschlands ältester Stadt Trier.«  
(Quelle: Autoren-Homepage)

Weitere interessante Infos finden sich auf der Homepage des Autors.

Lese- & Hörproben:

Die Leseprobe auf der Homepage der Fischer Verlage findet ihr HIER.
Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER.


Interview:

Arno Strobel im Interview über die Arbeit an »Der Sarg«, seine ureigensten Ängste und ein paar seiner weiteren Projekte:




Mein Fazit:

Starker Tobak... Dieser Thriller geht an die Nerven...
Arno Strobel packt noch mal eins drauf! Wer bereits die drei vorherigen Psychothriller aus der Feder Arno Strobels gelesen hat, der weiß, dass der Autor um deutliche Bilder und drastische Beschreibungen nicht verlegen ist. Dennoch legt er in »Der Sarg« nochmal einen Gang zu.
Nach meinem Gefühl jedenfalls der nervenaufreibendste Strobel (von den ersten vieren). Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass Arno Strobel hier nicht nur mit seinen ureigensten Ängsten -wie er selbst im Video-Interview sagt- "spielt", sondern mit den Urängsten (fast) jedes Menschen....


Das Thema "lebendig begraben zu sein" mit all seiner Enge, Schwärze, Stille und nicht zuletzt den hierdurch ausgelösten Gefühlen und Gedanken ist sicher eines, welches in jedem von uns zumindest eine Gänsehaut auslöst. Strobel beschreibt dies wieder einmal mit äußerstem Geschick und ist dabei -nach meinem Empfinden- in seinen Beschreibungen plastischer als je zuvor. Mit jeder Zeile schafft er Atmosphäre, eine Stimmung, die für den Leser nahezu mit den Fingern greifbar ist. Wer schwache Nerven hat, sollte dieses Buch keinesfalls allein, abends im Dunkeln, vielleicht nur mit der eBook-Hintergrundbeleuchtung im Bett (oder auf dem Sofa) liegend lesen. Denn schnell könnte sich das beklemmende Gefühl einstellen, tatsächlich selbst gerade im dunklen Sarg zu liegen. Schon bei ausreichender Beleuchtung wird die Beklemmung oft deutlich genug spürbar....


Was meine Bewertung des Thrillers angeht, war ich zunächst ein wenig unentschlossen. Denn, wer meinen Lesestatus ein wenig verfolgt, der hat wahrscheinlich schon festgestellt, dass ich Monate gebraucht habe, um »Der Sarg« zu lesen. Völlig untypisch für mich, wenn ein Buch mich richtig packt. Kurz war ich versucht dem Buch "nur" 3½ oder vielleicht gar nur 3 Sterne zu geben. Doch ich glaube, dass es eigentlich nicht am Buch und Arno Strobels Schreibstil (den ich nach wie vor fantastisch finde) gelegen hat, sondern vielmehr an meiner generellen "Leseflaute" vor allem über den Sommer. Es wäre also wohl unfair, dem Autor dafür die Sterne abzuerkennen, denn »Der Sarg« war, wie eigentlich alles Bücher Strobels, voller Spannung, vieler unerwarteter Wendungen und einem logischen Schluss, der jedoch lange Zeit, eigentlich bis kurz vor Ende (zumindest in seiner gesamten Tragweite) nicht vorhersehbar war.
Dennoch, hätte mich »Der Sarg« dann eben doch noch mehr gefesselt, hätte er wahrscheinlich auch meine "Leseflaute" besser überstanden, was mich letztlich zu meiner 4 Sterne Bewertung geführt hat. Meinem Interesse an Arno Strobels Werken tut das aber keinen Abbruch, so dass ich am liebsten gleich mit »Das Rachespiel« weitermachen würde. Auch im Hinblick auf die bevorstehende Veröffentlichung seines sechsten Psychothrillers »Das Dorf«. Trotzdem muss ich mich -wenn es auch schwer fällt- wohl noch ein wenig in Geduld üben, denn es warten schon ein paar weitere Leseprojekte, die ich nun einfach nicht mehr länger aufschieben möchte...


FAZIT:
Ein guter Thriller! Aber Vorsicht... Nichts für schwache Nerven!!!
*4 Sterne*

Die Psychothriller von Arno Strobel

»Der Sarg« ist bereits der vierte Psychothriller aus der Feder Arno Strobels.
Die einzelnen Titel sind in sich grundsätzlich abgeschlossen und können unabhängig voneinander in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. In »Der Sarg« treffen wir allerdings einen alten Bekannten aus »Das Wesen« wieder, dessen Vorgeschichte man für die Lektüre des Sargs nicht kennen muss. Ich persönlich finde es dennoch angenehmer.

Bisher erschienen:
Bevor er sich sehr erfolgreich den Psychothrillern zuwandte, veröffentlichte der Autor bereits zwei weitere Thriller:
  • Magus - Die Bruderschaft
  • Castello Cristo

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