Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Dienstag, 4. März 2014

SEBASTIAN FITZEK: Noah [Hörbuch-Rezension]

Und hiermit ist die 4. Etappe für meine Lese-Challenges erfüllt...   :-)


(Quelle: Lübbe Verlag)

Genre:

Thriller / Psycho-Thriller

Kurzinfo:

"Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden.
Wie viel ist zu viel?

Sie wissen nicht, wer Sie sind.

Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden.
Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben.
Sie wissen nicht, warum in ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt.

Sie wissen nur: Jemand wollte Sie töten.

Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen.
Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt.
Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat."
(Quelle: Verlagstexte Lübbe)

Ungekürzte Hörbuchfassung
(ungekürzt nur im Download erhältlich bei audible.de)
Sprecher: Simon Jäger
Laufzeit: 15h 10min
Erschienen bei Lübbe Audio
Erhältlich als:
- ungekürzte Hörbüchfassung (Download)
- gekürzte Hörbuchfassung (Audio-CD & Download)
- Gebundene Ausgabe
- eBook


Über den Autor:

(Quelle: Pressefotos Homepage)
»Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist.
"Mit so einem großem Erfolg hätte ich nie gerechnet", sagt Fitzek zu BILD. "Die Resonanz auf das Buch ist unglaublich. Jeden Tag bekomme ich seitenlange Leserpost."«
(Quellen: Autoren-Info Luebbe)

Viele weitere interessante Infos über den Autor, seine Bücher und vieles mehr findet sich auf seiner Homepage oder seiner facebook-Seite.



Über den Sprecher:

(Quelle: Agentur-Foto)
Simon Jäger, 1972 in Berlin geboren, ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschsprachigen Synchron- und Hörbuchsprecher. Neben seiner Arbeit als Sprecher ist er als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig. Als Synchronsprecher ist er die als deutsche Feststimme verschiedener Schauspieler bekannt, hierunter Josh Hartnett, Heath Ledger und Matt Damon. 
Hörbuchfans kennen ihn insbesondere als die Stimme der Thriller von Sebastian Fitzek und John Katzenbach, aber auch aus einer Reihe weiterer Produktionen.
       
Weitere Infos über Simon Jäger finden sich auf der Homepage seiner Agentur.

Interessantes zum Buch:

Den Video-Trailer zu Noah findet ihr HIER.
(Leider ließ er sich wieder mal nicht direkt hier einbinden.)

Eine spannend aufgemachte Internetseite zum Buch gibt es außerdem HIER.
Auf der Seite des Verlags Bastei-Lübbe zeigt sich Sebastian Fitzek offen im INTERVIEW.

Hör- & Leseprobe:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER.
Die Leseprobe auf der Homepage von Sebastian Fitzek gibt es HIER

Mein Fazit:

Fitzek goes international... 
Kein Fitzek, wie wir ihn kennen! Aber guuuut... :-)
Ja, so könnte man es wohl kurz zusammenfassen. Wer einen klassischen Fitzek erwartet, der wird bei diesem Buch sicher überrascht sein. Denn dieser Fitzek ist.... Anders!
Ein ganz neuer, von Sebastian Fitzek bisher nicht gekannter Stil. Ich muss aber sagen: Mir hat er gefallen!

Mit »Noah« geht der Berliner Autor ganz neue, von ihm bisher nicht gekannte Wege. Aber er tut gut daran. Nach meinem Empfinden ist »Noah« der "beste Fitzek ever"! Und das hat viele Gründe.
Zunächst einmal wird Fitzek mit »Noah« international. Spielten seine bisherigen Thrilller durchweg alle in Deutschland, die meisten in Berlin oder Berlins unmittelbarer Umgebung, entführt der Autor seine Leser diesmal auf eine Reise um den gesamten Globus. Die Schauplätze wechseln, verschiedene Städte Europas, die USA, die Philippinen.... Fitzeks Protagonisten kommen rum in seinem neuesten Werk.
Und so reiht sich Sebastian Fitzek endgültig ein, in die Riege internationaler Thriller-Autoren und Bestseller-Schriftsteller.

Doch nicht nur in Bezug auf die Schauplätze ist »Noah« anders. Auch sonst bekommen wir einiges geboten, das wir sonst von Fitzek so nicht kennen:
Psychothriller, Wissenschafts-Viren-Schocker, weltumspannende Verschwörungsthemen, Nano-High-Tech, internationale Geheim-Agenten der Regierung....  »Noah« hat ein bisschen was von allem. Und das, wie ich finde, genau in der richtigen Mischung, zudem gepaart mir der, Fitzeks Büchern oft so subtil geheimnisvoll-ominös anhaftenden Stimmung.
So startet die Handlung zunächst recht unbestimmt, geheimnisvoll und lässt den Leser erst einmal im Dunkeln mit seinen Überlegungen, was das alles wohl soll und wohin es ihn führen wird. Ein Beginn, der uns allen sicher wohl bekannt ist, aus Fitzeks Büchern.

Doch schon bald entwickelt sich das Ganze zu einer rasant-spannenden Hetzjagd um die halbe Welt, wobei es dennoch bis zum Schluss geheimnisvoll bleibt. Die verschiedenen Schauplätze und die dort angesiedelten Personen erscheinen über weite Teile der Handlung mehr oder weniger unverbunden nebeneinander zu stehen und doch regt sich beim Leser sehr früh das Gefühl, dass sie durchweg alle Teil eines größeren Ganzen sind. Nur ganz langsam fügen sich die verschiedenen Puzzle-Teile zueinander und erst ganz zum Schluss setzt Fitzek die letzten Teile so zusammen, dass ein logisch nachvollziehbares Gesamtbild entsteht.

Dabei geht er geschickt vor, führt seine Leser ein ums andere Mal auf die falsche Fährte, lässt sie zweifeln. Bis kurz vor Schluss sät er ganz subtil immer wieder Zweifel. Wem kann der Leser trauen? Wer steht auf der Seite von Gut und Böse?
Und nicht zuletzt bringt Sebastian Fitzek seine Leser ganz unterschwellig in einen Zwiespalt, mit der Entscheidung, was Gut und Böse in diesem Fall überhaupt bedeutet. Er stellt seine Leser vor das Dilemma einer Entscheidung, die eigentlich notwendig, aber dennoch mit größten Opfern verbunden wäre. Eine Entscheidung, die vom logischen Denken zwar nachvollziehbar, moralisch, emotional und in ihren Methoden aber doch niemals durchführbar wäre.
Damit widmet sich der Autor einem Thema mit großer Brisanz, ohne jedoch - was er auch in einem persönlichen Nachwort noch einmal betont - mit erhobenem Zeigefinger daherkommen zu wollen. Sitzt er doch schließlich, was dieses Thema angeht, mit uns allen im selben Boot.
Und so lässt uns das Buch nach der Lektüre trotz aller Spannung auch ein wenig nachdenklich, wenn auch nicht bestürzt zurück und wird sicher noch ein paar Tage oder länger im Kopf bleiben. Gut so!

Einziges Manko... Das Ende hat mich nicht befriedigt. Nach einer grandiosen, spannungsgeladenen Lektüre war ich vom Ende einfach enttäuscht. Dabei vermag ich nicht mal genau zu sagen, woran es lag und was mich so sehr gestört hat. Zu schnell, zu einfach...??? War ich aber doch bis wenige Hörminuten vor Schluss der festen Überzeugung, dass dies meine seit langem wieder einmal erste 5-Sterne-Bewertung wird, haben die letzten Minuten diese Begeisterung komplett zerstört. Mein erster Impuls war hier sogar: "Mehr als 3 Sterne hat dieses Buch nicht verdient...". Mit etwas Abstand rücke ich dies aber doch wieder in ein gerades Licht. Denn das Buch hat mich über nahezu die gesamte Lektüre begeistert, in nägelkauende Spannung versetzt und mir mit seinem rasanten Tempo wunderbar kurzweilige Lesestunden beschert. So hat es seine gute Bewertung trotz des (in meinen Augen) unbefriedigenden Endes redlich verdient. Dennoch kostet besagtes Ende den Autor einen halben Stern. Ich denke, er wird es verkraften.... ;-)

Zu guter Letzt, wie gewohnt auch noch ein paar Worte zum Sprecher: Simon Jäger macht seine Sache natürllich wie immer großartig. Dennoch - mag es am Gesamtpaket liegen oder daran, dass er diesmal noch großartiger war - muss ich sagen, dass mir seine Lesung diesmal noch besser gefallen hat als sonst. Er hat die geheimnisvoll verschwörerische Stimmung, die Fitzek geschaffen hat, unglaublich gut umgesetzt, jedem der verschiedenen Protagonisten, noch mehr als sonst, einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter gegeben und die Spannung bis zum Schluss auf der Spitze gehalten.
Schon immer war ich der Meinung: Fitzek-Jäger, eine Kombination, welche als Garant für "großes Hörkino" gilt. In diesem Werk bestätigt sich dies mehr denn je!

FAZIT:
Ein brisantes Thema, ein ganz neuer Fitzek, erstmals auf internationalem "Parkett".
Von A bis Z spannend, rasant und höchst lesenswert!
*4½ Sterne*

Kommentare:

  1. Eine schöne Rezension. "Noah" habe ich auch noch auf dem SuB und hoffe ich schaffe es bald zu lesen. Lieben Gruss Petra

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    1. Hallo Petra!
      Tja, ich nehme an, ich brauche ja nach meiner Rezi nichts mehr dazu zu sagen... ;-)
      Also, auf! Lesen! Es lohnt sich.... B-)
      Auch einen lieben Gruß!
      Thomas

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