Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Dienstag, 10. Dezember 2013

MICHAEL HJORTH & HANS ROSENFELDT: Der Mann, der kein Mörder war [Hörbuch-Rezension]


(Bildquelle: Verlagsbild Audiobuch Verlag)

Genre:

Krimi / Thriller

Kurzbeschreibung:

"In der Nähe eines Waldstücks bei Västerås in Schweden finden Kinder eine Leiche. Bei der Identifizierung stellt sich heraus, dass der aufgefundene Junge Schüler eines Elitegym-nasiums war und seit Tagen als vermisst galt.
     
Da die örtliche Polizei mit dem Fall überfordert ist, reist der Stockholmer Kommissar Höglund an und nimmt gemeinsam mit seinem Team die Ermittlungen auf. Die Lösung des Falles bringt mehr als nur ein dunkles Geheimnis ans Licht ...

      
Der Mann, der kein Mörder war wird gelesen von Douglas Welbat und ist ein spannendes Hörbuch, das den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute fesselt.
"   
(Quelle: Verlagstext Audiobuch Verlag)

Ungekürzte Hörbuchfassung
TB-Ausgabe (Quelle: Rohwohlt)
Sprecher: Douglas Welbat
Laufzeit: 16h 04min
Erschienen im Audiobuch Verlag.
Erhältlich als:
- Taschenbuch
- ungekürzte Hörbuchfassung (Download)
- gekürzte Hörbuchfassung (CD & Download)
- eBook

Über die Autoren:

"Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell."

"Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, ist in Schweden ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator und ein gefragter Drehbuchautor, zuletzt schrieb er die Vorlage für die ZDF-Koproduktion The Bridge."  
(Quelle: Autoren-Infos Rohwohlt Verlag)

Die Autoren über »Der Mann, der kein Mörder war«:

Einen interessanten kleinen Buchtrailer mit kurzem Interview mit den Autoren findet ihr HIER.
(Leider kann ich es hier nicht direkt einbetten.)

Über den Sprecher:

Douglas Welbat wurde 1957 als Sohn des Schauspielerehepaares Sigrid Hackenberg und Alexander Welbat in Berlin geboren. Nicht nur als erfolgreicher Hörbuchsprecher leiht er seine Stimme. Als Synchronsprecher ist er in einer Vielzahl von Film- und Fernsehproduktionen zu hören. Darüber hinaus arbeitet er auch als Schauspieler, Drehbuchautor, Filmproduzent und Regisseur. 

Hörproben:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER.
Zur Hörprobe beim Audiobuch-Verlag geht es HIER.
(Die Buttons unter den Covern.)

Mein Fazit:

Schon lange stand dieses Buch auf meiner Agenda, Nun habe ich es endlich heruntergeladen und gehört. Ich bin nicht so ein Fan der "nordischen" Krimis, darum habe ich lange gezögert. Doch letzten Endes hat dann doch die Neugier auf das viel verkaufte und hoch gepriesene Werk gesiegt und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. 

Mit ihrem gemeinsamen Debüt als Autoren-Duo haben Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt ein solides Stück Krimi und mit ihrem egozentrischen Protagonisten Sebastian Bergman eine erfolgreiche Figur für sicher noch einige weitere Teile geschaffen.


Die Autoren ziehen die Geschichte gut auf, es geht auch gleich sehr geheimnisvoll los mit dem "Mann, der  kein Mörder war" und natürlich auch gleich mit der ersten Leiche. Immer wieder begleitet der "Mann, der kein Mörder war" die Geschichte, wie ein roter Faden... oder vielleicht noch eher, wie immer wieder auftauchende Zwischen-Blenden. Einblicke in die Gedanken und die Psyche des Mannes. Dabei schaffen diese Einblicke lange Zeit alles andere als Klarheit beim Leser. Doch so bleibt es spannend und das Ende ist eigentlich bis kurz vor Schluss kaum vorhersehbar.

Mit ihrem Protagonisten Sebastian Bergman haben die Autoren eine Figur geschaffen, die sehr geschickt große Zwiespalte im Leser hervorruft. Ja, man kann es nicht leugnen. Sebastian Bergman ist zwar ein sehr fähiger Profiler, aber er ist bei aller fachlichen Kompetenz auch ein "riesen Ar***loch", um es mal plastisch auszudrücken. Zumindest gibt er sich so. Doch wenn man hinter die gut aufgebaute Fassade blickt, dann sieht man auch einen anderen Sebastian Bergman, dem das Leben übel mitgespielt hat und der einen Grund hat, so zu sein, wie er eben ist. Doch so ist der Leser eben ständig hin- und hergerissen, den egozentrischen Psychologen und Profiler zu mögen und Mitleid mit ihm zu haben, ihn andererseits auch abgrundtief zu verabscheuen, weil er so ein ungehobelter Grobian ist. 

Die Autoren nehmen sich auch viel Zeit, ihre einzelnen Figuren aufzubauen und ihnen einen entsprechenden Tiefgang zu verleihen. Neben den Morden und den Untersuchungen des Kriminalfalls zeigen sie auch tiefe Einblicke in das Privatleben der einzelnen Figuren. Ein bisschen zu tief an manchen Stellen für meinen Geschmack. So erfahren wir sicher viel über die einzelnen Personen, ihr Leben, ihre Beweggründe und Motive. Dennoch muss ich sagen, dass hierdurch die eigentliche Handlung stellenweise schon ein wenig in den Hintergrund gerät. Das macht das Buch, welches ja ohnehin ein ganz schön dicker Wälzer ist, teilweise doch ein wenig langatmig. Es hätte durchaus ein bisschen kürzer sein können. Darum auch ein Stern Abzug.
Trotzdem liest es sich gut. Dass ich bereits mit dem zweiten Teil begonnen habe, spricht ja wohl für sich.

Der Sprecher macht seine Sache ebenfalls recht gut. Er intoniert die einzelnen Personen gut differenzierbar und schafft hierdurch eine zusätzlich spannende Atmosphäre. Recht empfehlenswert.

FAZIT:
Ein solides Erstlingswerk des Autoren-Duos. Wert gelesen zu werden und mit Spannung darauf zu warten, was die weiteren Fälle des Sebastian Bergman wohl bringen werden.
*4 Sterne*

Sebastian Bergman-Krimis

»Der Mann, der kein Mörder war« ist der erste Titel der Reihe des Autoren-Duos Hjorth & Rosenfeldt um Sebastian Bergman.

In dieser Reihe bisher erschienen:
  • Der Mann, der kein Mörder war
  • Die Frauen, die er kannte (Rezension)
  • Die Toten, die niemand vermisst (Rezension)
  • Das Mädchen, das verstummte (Rezension)
  • Feste Feiern, wie sie fallen (Bergman-Kurzgeschichte) (Rezension)

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