Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Freitag, 1. November 2013

JACK A. KERLEY: Blood Brother [Hörbuch-Rezension]


(Bildquelle: audible.de)

Genre:

Thriller
    

Kurzbeschreibung:

"Meet Jeremy. People call him a psychopath. I call him family. 
    
Homicide detective Carson Ryder catches killers. Jeremy Ridgecliffe is one of America's most notorious murderers. 
But these two men with death in their veins share a dark secret - they are brothers. 
And now Jeremy's escaped and is at large in New York. A mysterious video at the scene of a shocking murder demands Ryder be brought in on the case. With Jeremy as the chief suspect, a manhunt begins - and the body count rises. Ryder, trying to keep his secret from the NYPD and his brother alive, is trapped in a game of life, death and deceit - with an unknown number of players and no clear way of winning . . ."
(Quelle: Verlagstext ISIS Publishing)

Verlagsinfo zur dt. Ausgabe »Bestialisch«:
"Detective Carson Ryder wird nach New York beordert, wo eine Psychiaterin auf grausame Weise getötet wurde. Dr. Evangeline Prowse betreute einen psychopathischen Serienmörder, der nun auf der Flucht ist. Carson Ryder verschweigt, dass er den Verdächtigen kennt - es ist sein Bruder Jeremy. Und die neuesten Morde passen nicht in Jeremys Schema. In einem Katz-und-Maus-Spiel versucht er, den echten Mörder zu finden und Jeremy zu retten."
(Quelle: Verlagstext Ullstein Verlag)

Ungekürzte, englische Hörbuchfassung
Sprecher: Stuart Milligan
Laufzeit: 8h 52min
Erschienen bei ISIS Publishing.
Erhältlich als:
- Paperback
- eBook
- ungekürzte Hörbuchfassung (Download)
- gekürzte Hörbuchfassung (CD)


Über den Autor:

"Jack Kerley arbeitete in der Werbebranche und als Lehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er lebt in Newport, Kentucky, verbringt aber auch viel Zeit in Alabama, wo seine Thriller mit dem Ermittlerduo Carson Ryder und Harry Nautilus spielen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder."
(Quelle: Autoren-Info Ullstein Verlag)

Mehr Infos auf der Homepage des Autors.


Hörprobe:

Zur Hörprobe bei audible.de geht es HIER. 

Mein Fazit:    

Hmmm.... Was soll ich sagen? 
Insgesamt kein schlechtes Buch, aber mein Highlight des Jahres war es ganz sicher nicht. Es fällt für mich wohl eher in die Kategorie "Kann man gehört haben, muss man aber nicht...".

Das finde ich fast schade, denn die Thematik an sich ist ja schon eine sehr interessante. Aus der Idee hätte sich durchaus mehr machen lassen. Der Klappentext verspricht leider doch mehr als das Buch letzten Endes hergibt....
Die Handlung kommt nur langsam in Fahrt, über weite Strecken fehlte mir einfach das Tempo. Es war nicht unbedingt langweilig, doch so wirklich gepackt und mitgerissen hat mich das Buch eben auch nicht. Erst so etwa im letzten Drittel wurde es dann schon noch mal richtig spannend und ich wollte auch wissen, wie es ausgeht.

Dennoch interessant und auch gut in Szene gesetzt war dagegen das Dilemma des Protagonisten. Einerseits Polizist und dem Gesetz und vor allem der Moral verpflichtet, andererseits aber eben doch im Herzen noch irgendwie dem Killer - der ja schließlich sein Bruder ist - verbunden, ist Detective Carson mehr als nur hin und her gerissen und begibt sich auf dünnes Eis. Schnell gerät auch der Leser hier ein wenig ins Wanken, fiebert zunächst einmal mit im Zwiespalt des Detectives, erwischt sich aber irgendwann dabei, ein bisschen auch um den Killer selbst zu bangen. Einer der Pluspunkte der Story. 

Der Sprecher macht seine Sache ganz gut, erzählt die Geschichte mit einem gewissen Enthusiasmus und haucht ihr das Leben ein, dass ihr an manchen Stellen sonst ein wenig abginge. Mit stimmlich großer Vielfalt intoniert er auch die verschiedenen Charaktere, jeden auf seine eigene Art und macht sie somit für den Hörer gut unterscheidbar. Etwas gewöhnungsbedürftig war hingegen der doch recht starke regionale Akzent, wie er eben für manche Regionen der USA typisch ist. Nichts gegen regionale Unterschiede, aber für ein Hörbuch habe ich lieber eine klare Sprache und gerade in der englischen Fassung musste ich mich schon ein wenig reinhören. Dennoch ist der Akzent bei Weitem nicht so stark, dass das Buch nicht auch für Nicht-Muttersprachler gut zu verstehen wäre. Alles in allem wahrscheinlich einfach Geschmackssache.  

FAZIT:
Ich bereue nicht, das Buch gehört zu haben. Insgesamt hat es mich aber auch nicht vom Hocker gerissen und ich hätte wohl auch nicht unbedingt allzuviel verpasst, wenn ich es nicht gehört hätte. Allenfalls "gute Durchschnittskost", würde ich sagen.
*3½ Sterne*


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