Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Samstag, 24. August 2013

URSULA POZNANSKI: Blinde Vögel [Buch-Rezension]

Und auch hier wieder ein Schritt nach oben auf meiner "Lese-Challenge-Leiter"...
Dies war die Nummer 13 auf meiner Liste!  ;-)


(Bildquelle: Rowohlt-Verlag)
Genre:

Krimi/Thriller


Kurzbeschreibung:

"Zwei Tote in Salzburg. Sie stranguliert, er erschossen. Die Tat eines zurückgewiesenen Liebhabers?

Aber die beiden scheinen zu Lebzeiten keinerlei Kontakt miteinander gehabt zu haben. Oder täuscht der erste Blick? Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist ratlos. Aber Beatrice mag die Sache nicht auf sich beruhen lassen und verfolgt die Spuren, die die Toten im Internet hinterlassen haben. Auf Facebook wird sie fündig: Beide waren dort Mitglieder in einem Forum, das sich ausgerechnet mit Lyrik befasst. Gedichte werden hier mit stimmungsvollen Fotos kombiniert und gepostet. Ganz harmlos. Ganz harmlos?

Bald ahnt Beatrice, dass die Gedichte Botschaften enthalten, die nur wenige Teilnehmer verstehen. Düstere Botschaften, in denen es um Angst und Tod geht. Und dann stirbt noch eine der Lyrik-Liebhaberinnen ...
"
(Quelle: Verlagstext)

eBook, 480 Seiten, Preis: 14,99 €
Erschienen bei Rowohlt eBooks
ISBN: ISBN 978-3-644-21191-9
Auch erhältlich als:
- Hardcover (broschiert)

- gekürztes Hörbuch (CD)
- ungekürztes Hörbuch (Download)


Über die Autorin:

"Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Inzwischen widmet sie sich ganz dem Schreiben und lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien."
(Quelle: Autoren-Info Verlag)

Weitere interessante Infos über die Autorin finden sich auf ihrer sehr ansprechenden Homepage..

Lese- und Hörprobe

Zur Leseprobe geht es HIER.
Zur Hörprobe des ungekürzten Hörbuchs bei audible geht es HIER.



Video-Buchtrailer:



Mein Fazit:

Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ermitteln wieder. In ihrem zweiten Fall sind sie nicht auf den Spuren der modernen "Schnitzeljäger" unterwegs und suchen Leichenteile beim Geocaching. Trotzdem ist der neue Thriller von Ursula Poznanski nicht weniger aktuell. Denn diesmal säumen die Morde den Weg einer Lyrik-Gruppe auf facebook im Internet. Aktueller denn je, könnte man sagen, denn wer ist heutzutage nicht auch bereits auf facebook unterwegs?
Hat der Mörder also auch schon auf deiner Pinnwand vorbeigeschaut....?!?


Viele werden jetzt sicher fragen, hat Ursula Poznanski den Sprung vom ersten zum zweiten Buch geschafft? Bei vielen Autoren ist doch oft das erste Buch äußerst erfolgreich, besonders wenn es um eine Reihe geht, das zweite und dritte plätschert dann so dahin unter ferner liefen. Ich würde dazu sagen: Ja! Ursula Poznanski ist der Sprung gelungen!
Das zweite Buch der Reihe um Kaspary und Wenninger (ich denke doch, dass es eine Reihe werden wird) ist nicht ganz so gut, wie der Vorganger. Es liegt aber doch nur einen "kleinen Ticken" hinter dem ersten, wie ich finde. Und vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich selbst mit Begeisterung aktiver Geocacher bin und mich darum »Fünf« ganz besonders in seinen Bann gezogen hat.

Dennoch, ich bin auch aktiver facebook-Nutzer und so hat mich »Blinde Vögel« ebenso blitzschnell in den Sog der Ereignisse hinein gezogen. Es fiel immer wieder schwer, den Kindle wegzulegen und nicht die Nacht durchzulesen.
Auch in Poznanskis zweitem Buch der Kaspary-Wenninger-Reihe geht es wieder rasant zur Sache. Nach einem recht ominös-rätselhaftem Prolog, der die Neugier des Lesers weckt, geht es dann im ersten Kapitel auch recht schnell los mit dem ersten Leichenfund, welcher ebenso mehr Rätsel aufgibt, als schnelle Lösungen zu bescheren. Und so geht es dann im Laufe der Story auch weiter. Jeder Hinweis, jede weitere Leiche bringt die Ermittler scheinbar immer weiter weg von des Rätsels Lösung, statt sie einer Auflösung des Falles näher zu bringen. Die Autorin beherrscht es, den Leser immer wieder auf neue Fährten zu locken, bis er dann, durch eine erneute, ganz plötzliche Wendung der Geschichte feststellen muss, dass er schon wieder auf dem Holzweg war.

Bei all der Rasanz, mit der Poznanski die Handlung vorantreibt, kommen dennoch die Hauptprotagonisten und ihre Geschichten nicht zu kurz. So bringt uns die Autorin ihre Figuren wieder ein gutes Stück näher, verleiht ihnen durch ihre ganz persönlichen Geschichten mehr und mehr Tiefgang und lässt uns so mit ihnen mitfiebern, mitfreuen und -leiden. Ganz langsam lernen wir Kaspary und Wenninger immer besser kennen und warten so mit Spannung, wie sich ihre Geschichte(n) wohl weiter entwickeln werden.
Eins sei hier noch angemerkt: Es handelt sich um ein abgeschlossenes Buch. Grundsätzlich kann man »Blinde Vögel« also sicherlich auch lesen, ohne den Vorgänger zu kennen und die Handlung trotzdem verstehen. Was aber die persönlichen Seiten der Hauptfiguren angeht, so ist es sicher dennoch von Vorteil, das erste Buch um Kaspary und Wenninger bereits gelesen zu haben!

Alles in Allem ein erneut sehr gelungener Thriller, der gegen Ende wieder in einem fast hollywood-reifen Showdown gipfelt und dem Leser äußerst spannende Lesestunden beschert, die wie im Flug vergehen.

FAZIT:
Eine äußerst spannende Fortsetzung des sehr erfolgreichen Vorgängers. Wirklich lesenswert!
*4 Sterne*.


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