Zitat und Einführung


"Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen."
Friedrich Nietzsche

Samstag, 8. Juni 2013

JOHN GREEN: The Fault in our Stars (Das Schicksal ist...) [Rezension]


Und wieder eine Etappe hinter mich gebracht! Mit "The Fault..." ist die No. 11 meiner "Lese-Challenge" geschafft.....   :-)

(Quelle: Verlagsbild Penguin Group)


Genre:

Jugendliteratur


Kurzbeschreibung:

"Despite the tumor-shrinking medical miracle that has bought her a few years, Hazel has never been anything but terminal, her final chapter inscribed upon diagnosis. But when a gorgeous plot twist named Augustus Waters suddenly appears at Cancer Kid Support Group, Hazel’s story is about to be completely rewritten.

Insightful, bold, irreverent, and raw, The Fault in Our Stars is award-winning-author John Green’s most ambitious and heartbreaking work yet, brilliantly exploring the funny, thrilling, and tragic business of being alive and in love."   
(Quelle: Verlagstext der engl. Originalausgabe - Penguin Group)


Video-Buchtrailer:



Inhaltsangabe zur deutschsprachigen Ausgabe:

(Quelle: Hanser Verlage)
"„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. 

Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. 

Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod."
(Quelle: Verlagstext Hanser Verlage)

Originalausgabe:
Kindle Edition,  337 Seiten
Erschienen bei Penguin Books 
Auch als Gebundene Ausgabe, Taschenbuch & Hörbuch erhältlich.

Deutsche Ausgabe
Kindle-Edition, 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Verlage
Auch als Gebundene Ausgabe & Hörbuch erhältlich.


Über den Autor:

"John Green, 1977 geboren, erlangte bereits mit seinem Debüt Eine wie Alaska (Hanser, 2007) Kultstatus unter jugendlichen Lesern. Das Buch wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. war es für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darauf folgten die Jugendromane Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) (2008) und Margos Spuren (2010), ebenfalls nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis und ausgezeichnet mit der Corine. 
Inzwischen wird Green mit Philip Roth und John Updike verglichen. Er lebt mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Indianapolis. Das Schicksal ist ein mieser Verräter, das in den USA schon vor dem Erscheinen ein Bestseller war, erschien bei Hanser."

Viele weitere interessante Infos finden sich auf der HOMEPAGE des Autors.
Hier findet sich auch eine interessante Q&A-Seite zu »The Fault in our Stars« (Achtung: Spoiler-Alarm!).


John Green liest aus »The Fault in our Stars«

Chapter 1 (Video 30 Min.)




Leseproben:

Zur Leseprobe der englischsprachigen Originalausgabe: HIER
Zur Leseprobe der deutschen Ausgabe: HIER

Ein weiteres interessantes Video, in dem John Green auf seiner Deutschlandtour über »Das Schicksal ist....« spricht, findet ihr auf der Seite der Hanser Verlage: HIER

Mein Fazit:

Ein berührendes Buch - und doch eines ohne schalen Nachgeschmack...
"Krebsbücher sind doof. Dies ist kein Krebsbuch!" - Das war dem Autor wichtig festzustellen... oder war es Hazel, der das wichtig war...? Never mind, egal...
Ist es denn nun eines oder ist es keins? Ein Krebsbuch, meine ich? Eine schwer zu beantwortende Frage. Doch stellt sich auch die Frage: Ist das wirklich so wichtig? 
Ja, es geht um Krebs. Es geht sogar viel um Krebs. Doch geht es letztendlich doch noch um vieles andere mehr in diesem Buch. Ja, es geht um Krebs, um Krankheit und auch um Tod. Doch geht es auch um Liebe, es geht um Poesie, es geht um Jugend, Freundschaft, das Erwachsen werden und den Spaß am Leben. 
Letzten Endes entscheidend ist doch die Frage, fühlt es sich gut an beim Lesen - oder viel wichtiger noch: danach? Und diese Frage kann ich klar beantworten mit einem dicken JA!

Es ist ein Buch in dem es um die, ja zugegebenermaßen auch traurige, aber doch - wie ich finde - niemals entmutigende und oft lustige Geschichte von Hazel geht. Hazel Grace, um genauer zu sein, doch mehr will ich dazu noch nicht verraten.... 
Noch genauer, um die Geschichte von Hazel und "Gus" Augustus, die sich kennen und lieben lernen, um ein Stück des schweren Weges gemeinsam zu gehen, ohne diesen, und auch sich selbst, dabei allzu schwer und wichtig zu nehmen.

John Green erzählt die Geschichte dabei aus der Perspektive der krebskranken Hazel selbst, deren Tonfall zwar ernst, jedoch stets gemischt mit einer gesunden Portion Ironie und Sarkasmus, ja manchmal auch einem gewissen Zynismus dafür sorgt, dass die Geschichte den Leser berührt, doch aber nie in allzu tiefe Traurigkeit stürzt. So bleibt das Buch für den Leser immer lesbar, ohne einen schalen Nachgeschmack zu hinterlassen. Mitgefühl wird erzeugt, aber keine Mitleid geschürt. Ein gelungener Schreibstil, der ständig dazu verführt, auch die "nächsten paar Seiten" noch schnell zu lesen, bis das Buch plötzlich zu Ende gelesen ist.

Selbst das Ende fügt sich diesem Stil. Zwar tragisch und doch irgendwie ein kleines "Happy End" (wenn man es so nennen kann), das wohl eine gewisse Traurigkeit zurücklässt und dennoch auch ein kleines Gefühl der Zufriedenheit.... (Mehr will ich hier nicht verraten!)

Letzten Endes noch ein Wort zum Thema "Jugendbuch". 
Ja, John Green ist wohl ein Jugendbuch-Autor. Und ja, es ist wohl auch ein Jugendbuch....
Bleibt dazu zu sagen, dass dies wahrscheinlich den wenigsten auffallen wird, die davon vorher nichts gewusst haben. »The Fault in our Stars« / »Das Schicksal ist...« ist sicher eines der Exemplare der Jugendliteratur, welches Jung und Alt gleichermaßen zu begeistern vermag, ohne auch den Erwachsenen dabei in irgendeiner Weise banal, einfältig oder gar langweilig vorzukommen. Darum ein guter Rat an alle, die sich selbst nicht mehr "jugendlich" fühlen: Trotzdem lesen!

FAZIT:
Ein ernstes Thema, nicht zu ernst genommen, berührend umgesetzt, aber nicht bedrückend! 
Ein wunderbares Buch, äußerst lesenswert, nicht nur für die Jugend!
*4 Sterne*




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